Veranstaltungen nach Kategorie sortieren:

Kurse | Lesungen | Vorträge | Ausstellungen | Konzerte

Lade Veranstaltungen

« Alle Veranstaltungen

  • Diese Veranstaltung hat bereits stattgefunden.

Konzert: Die Klavierwerke von Botho Sigwart Graf zu Eulenburg

22. März 2025, 19:3020:30

Die Klavierwerke von Botho Sigwart Graf zu Eulenburg
Johannes Greiner, Klavier

Sigwart Botho Philipp August Graf zu Eulenburg, *10.01.1884 in München, †02.06.1915 in Jasło, war ein deutscher Komponist der Spätromantik. Er war zweiter Sohn des Philipp zu Eulenburg und der Augusta Freiin von Sandels. Botho Sigwart, eine Bezeichnung, die er sich als Künstlernamen in späteren Jahren selbst gab, erhielt seine erste musikalische Ausbildung bei Graf Spork von 1891 bis 1894. Mit sieben Jahren begann er Lieder nach Gehör und eigener Komposition zu schreiben und entwickelte bald eine vollendete Gabe zur Improvisation auf dem Klavier. In München studierte Eulenburg ab 1902 Geschichte und Philosophie. Auf Einladung von Cosima Wagner verbrachte er ausserdem einen Sommer in Bayreuth, wo er Zugang zu allen Festspielproben erhielt. In Leipzig hatte Botho Sigwart die Kammersängerin Helene Staegemann kennengelernt, die er am 21.09.1909 in Leipzig heiratete. Nach mehr als eineinhalbjähriger Arbeit vollendete Botho Sigwart seine erste und einzige Opernpartitur – unmittelbar vor der Geburt seines Sohnes Friedrich Max Donatus Philpp Sigwart am 19. Februar 1914. Wenige Wochen später zog Sigwart, ursprünglich als nicht „felddienstfähig“ eingestuft, in die Armee ein. Er erlitt am 09.05.1914 bei Leki in Galizien einen Lungendurchschuss. Die Uraufführung seiner Oper am Hoftheater Stuttgart im Herbst 1915 wurde, erlebte er nicht mehr. Sigwart Graf zu Eulenburg starb am 2. Juni 1915 in einem Lazarett in Jaslo an den Folgen seiner Verletzungen.

Berühmt wurde Botho Sigwart vor allem durch die unter dem Titel „Brücke über den Strom“ herausgegebenen Mitteilungen, die er nach dem Tod an die Zurückgebliebene machte. und die nun seit mehr als einem halben Jahrhundert für viele Menschen einen bedeutenden Trost darstellen. Während diese postumen Mitteilungen über das Leben nach dem Tod, die Verhältnisse in der Geistwelt und die Hintergründe des irdischen Geschehens weite Verbreitung fanden, blieb sein zu Lebzeiten geschaffenes musikalisches Werk weitgehend unbeachtet. In diesem Vortrag sollen neben Schilderungen seines Lebens, seines Verhältnisses zu Rudolf Steiner und seinem nachtodlichen Wirken auch Klavierwerke von ihm erklingen.

Johannes Greiner,  geboren 1975, ist Pianist, Eurythmist, Lehrer, Erwachsenenbildner und Lehrerausbildner sowie Autor vieler Bücher. Seit April 2018 Musikverantwortlicher in der Sektion für redende und musizierende Künste am Goetheanum.

Johannes Greiner

Quellen: Euregio.de, wikipedia.com

Datum und Zeit:
Samstag, 22. März 2025, 19:30 Uhr
Eintritt: Kollekte

Details

Veranstalter

Veranstaltungsort